DAS GANZE
IST MEHR
ALS  DIE SUMME
SEINER TEILE

Viele Menschen beklagen zunehmend den Verlust Ihrer geistigen und
körperlichen Identität und Gesundheit. Viele Menschen erleben heute in
der „modernen“ Leistungsgesellschaft ihren Lebensalltag als belastend
und erdrückend, als entfremdend von sich und ihrem Körper.

Unser Körper ist zunehmend reiner Erfüllungsgehilfe und Instrument
für gesellschaftlich umschriebene Aufgaben und Pflichten.
Meist leidet er unter zu starker „Ich-Kontrolle“:
Der Kopf herrscht über den Körper, dominiert ihn mit seinen Erwartungen
und Anforderungen, weist in Richtungen, denen der Körper nicht folgen will.
Die Bedürfnisse des Körpers finden kaum Beachtung; er signalisiert den Mangel
an achtsamer Zuwendung und Freundschaft häufig über Dysbalancen und
Krankheitssymptome. Meist nehmen wir unseren Körper erst wahr, wenn er
durch Störungen auffällt oder gar ausfällt.
Schnell geben wir ihn nun in die Hände der Medizin, der Fitness- und
Gesundheitsindustrie. Ihre Vertreter sollen nun als „Körpermechaniker“
die Störung diagnostizieren und den Körper instandsetzen –
analog einer Maschine, die einen Getriebeschaden hat.

Immer mehr Menschen nehmen aber auch ein eigenständiges Körpertraining
auf, um ihre Belastungssituation und Lebensführung zu verändern, ihre
Gesundheit und Fitness zu fördern. Viele beginnen mit einem Bewegungs-
training: Sie gehen und laufen. Doch viele nutzen die ganzheitliche Heilkraft
der Bewegung nicht. Sie berücksichtigen nicht, dass sie sich mitnehmen
in die Bewegung: ihre verkörperte Lebenshaltung, die gesellschaftlichen
Gesundheitsleitbilder und Körperideale, ihre Leistungsorientierungen,
ihre Belastungen, die Eile und Überforderung des Alltages. Oft gehetzt,
verspannt und starr sind viele GeherInnen / LäuferInnen unterwegs:
In ihrer Körperhaltung blockiert lassen sie sich nicht los in die Bewegung,
halten sich zurück, halten fest, halten durch. Häufig gehen / laufen sie sich
durch einseitiges Training und überhöhte Leistungsziele in die Verletzung.
Die Belastungssituation verfestigt sich; Anspannung und Stress bleiben.
Das Gehen und Laufen führt zu weiteren Dysbalancen. Dabei war die Absicht
des Bewegungstrainings doch, seine Lebensführung zu verändern und seine
Gesundheit positiv zu fördern.
Das tut es aber nur dann, wenn wir unseren Körper als „ganzheitliches System“
annehmen und achten – und ihn auch so bewegen.
Das tut es aber nur dann, wenn wir Kopf und Körper als zwei Pole eines Ganzen
annehmen und achten – und die scheinbare Polarität überwinden.

SCHRITTE WERDEN WEG berücksichtigt in besonderer Weise
diese ganzheitliche Perspektive.